Koronare Herzkrankheiten

POSTED BY : admin
POSTED ON : December 5, 2014
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Die Koronare Herzkrankheit (KHK) oder auch Ischämische Herzkrankheit gehört zu den Herz-Kreislauferkrankungen, die zu den häufigsten Todesursachen der Industrienationen zählen. Eine KHK geht mit einer Schädigung der Herzkranzgefäße (Koronararterien) einher, die häufig die Folge einer Arteriosklerose ist. Die Entwicklung einer Arterienverkalkung ist ein jahrzehntelanger Prozess und verursacht über die zunehmende Verengung der Blutgefäße ein Gefühl der Brustenge, die Angina pectoris. Weiterhin wird durch die Arterienverengung der Blutfluss und somit die Sauerstoffversorgung des Herzes behindert und dieses so in seiner Funktion eingeschränkt. Es entsteht eine Herzinsuffizienz.
Eine verminderte Herzfunktion beispielsweise im Falle einer Linksherzinsuffizienz, verursacht neben Atemnot und Müdigkeit auch eine Reihe von Veränderungen im muskulären Metabolismus. Durch Entzündungsreaktionen und einen verminderten peripheren Blutfluss kommt es zu einem chronisch katabolen Zustand, welcher unter anderem zu einem Abbau der Skelettmuskulatur führen kann. Diese Myopathie hat eine schnellere muskuläre Erschöpfung sowie Atembeschwerden zur Folge, die eine physische Dekonditionierung begünstigen. Dies kombiniert mit körperlicher Inaktivität führt zu Veränderungen der vaskulären und muskulären Strukturen sowie des autonomen Herztones und des Muskelreflexes. Eine gesteigerte Gefäßverengung, die die Herzinsuffizienz begünstigt, ist die Folge. Die Erhaltung der Skelettmuskulatur ist somit für die Verbesserung der Herzfunktion von großer Bedeutung. Dies kann vor allem durch physisches Training erreicht werden, welches einen positiven Einfluss auf den neuro-humoralen, immun-reaktiven sowie funktionellen Status hat.

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Abbildung 15: Auswirkungen einer Herzinsuffizienz auf den Metabolismus.

Eine weitere Folge der chronischen Herzinsuffizienz ist die kardiale Kachexie bedingt durch die unzureichende Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff über das Blut. Die chronische Stauung und Hypoxie und die dadurch bedingten adaptiven neuro-endokrinen Mechanismen führen dabei zu einem Anstieg des Gefäßwiderstandes und einem Remodelling im Blutgefäßsystem, was zu einer Minderversorgung des peripheren Organe und der Skelettmuskulatur führt. Es kommt zum Muskelabbau, einer gesteigerten Lipolyse, Appetitverlust und einer Malabsorption.
Weiterhin zeigen Herzinsuffizienzpatienten einen gesteigerten Ruheenergieverbrauch, der ebenfalls zu einer ungewollten Gewichtsabnahme führen kann.

Mit Hilfe einer Ernährungstherapie können die notwendigen Nährstoffe und der individuelle Energiebedarf zugeführt werden. Die Zufuhr von ausreichend Proteinen ist dabei für den Skelett- aber auch für den Herzmuskelaufbau von besonderer Bedeutung.

Eine kombinierte Therapie mit muskelaktivierenden Prozessen und individuell angepasster Ernährungstherapie könnte somit den Muskelabbau fördern, die Herzfunktion einschließlich der Sauerstoffaufnahme verbessern und die Patienten uneingeschränkter und aktiver am Leben teilnehmen lassen.

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